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Es ist vollbracht

Publiziert von Jesusruf
Autor: K.Ted Reischle

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Publizierung: 06.02.09
Letzte Revision: 06.02.09

Als Jesus Christus unter unsäglichen Schmerzen im Todeskampf am Kreuz von Golgatha sterbend ausrief "Es ist vollbracht", war das der grösste und bedeutungsschwerste Satz der Weltgeschichte. Was haben diese drei Worte mit der Weltgeschichte tun?


Schulden, offene Rechnungen, die einem über den Kopf wachsen, können einem schlaflose Nächte bereiten. Dabei spielt es keine Rolle, ob man über seine Verhältnisse gelebt hat oder durch widrige äussere Umstände in diese Lage gekommen ist. In früheren Zeiten konnte man in den Schuldturm geworfen werden, wenn man seine Schulden nicht bezahlen konnte. Heutzutage droht immerhin Pfändung, Offenbarungseid, Verarmung. Es wird einem alles genommen, was das Leben angenehm macht.

Wie schön, wenn man Verwandte oder Freunde hat, die in einer solchen Situation für einen einstehen. Wer einmal unter Schulden gelitten hat und die Folgen tragen musste, kann ermessen, welche Erleichterung es bedeutet, wenn die Schulden auf die eine oder andere Weise beglichen werden konnten.

Leider haben sich jedoch auch schon manche Menschen unter der erdrückenden Schuldenlast das Leben genommen, um den Konsequenzen zu entfliehen.

Endlich frei von Schulden?

Doch was kommt dann? Die Bibel spricht von einem Gericht, in dem sich der Mensch nach seinem irdischen Ableben vor Gott verantworten muss: es ist den Menschen bestimmt, einmal zu leben, danach aber das Gericht (siehe Hebräer 9,27). In dieses Gericht werden ausnahmslos alle Menschen kommen, die bei Gott eine offene Rechnung haben, denn wie geschrieben steht: «Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer. Da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer. (Römer 3, 10-12)

Hier wird deutlich, dass es nicht lediglich um mehr oder weniger schlechte Taten geht, sondern um das grundlegende Verhältnis zu Gott, denn da ist keiner, der nach Gott fragt. Dass dieses Missachten Gottes allzuoft auch Taten hervorbringt, die Gottes erklärtem Willen zuwiderlaufen, wird fast nebensächlich, wenn man bedenkt, dass in jedem Fall das erste und wichtigste von den zehn Geboten verletzt wird "Ich bin der HERR, dein Gott,... du sollst keine anderen Götter haben neben mir" (siehe 2. Mose 20,3). Das ist die grundlegende Schuld vor Gott. Seit Anbeginn der Menschheit will der Mensch selbst sein wie Gott, er hat Gott abgesetzt (siehe 1. Mose 3, 1ff). Seit dieser Zeit sind, wie König David feststellt, alle Menschen in Sünden geboren (siehe Psalm 51,7). Ihr Verhalten ist also lediglich das Resultat dieses Zustandes und macht diesen Zustand des Getrenntseins von Gott offenbar. Das ist der Hauptgrund für das göttliche, letzte Gericht. Wenn ein Mensch in dieses Gericht kommt, ist er im Grunde bereits gerichtet, das gerechte Urteil Gottes steht naturgemäss von vorneherein fest. (siehe Johannes 3,18). Vor Gott kann er sich durch nichts rechtfertigen oder herausreden, denn Gott ist allwissend und die Menschen sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten. (Römer 3,23). Wahrhaftschrecklich ist's, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen (Hebräer 10,31), denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer und ein eifernder Gott. (5. Mose 4,24). Auch über das Strafmass lässt Gott die Menschen nicht im Unklaren: Der Lohn der Sünde ist der Tod (siehe Römer 6,23a).

Das ist die schlechte Nachricht: Schulden für die Ewigkeit, die kein Mensch bezahlen kann.

Wäre da nicht auch die gute Nachricht: Gott hat keinen Gefallen am Tod des Sünders und er will nicht, dass auch nur ein Mensch verloren geht (siehe Hesekiel 18,23 + 33,11; 2. Petrus 2,9). Gott will überhaupt nicht, dass Menschen in dieses letzte, furchtbare Gericht kommen, denn der HERR, dein Gott, ist ein barmherziger Gott (5. Mose 4, 31). Was den Menschen unmöglich ist, das hat Gott selbst getan.

Gott hat den Menschen die Möglichkeit geschaffen, um dieses tödliche Gericht herumkommen.

Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste...(Galater 4,4a).Vor etwa 2000 Jahren kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium! (Markus 1,15). Weiterhin brachte dieser Jesus eine unfassbare Botschaft: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. (Johannes 5, 24)

Für viele Menschen ist Jesus ein Prophet, ein Sozialreformer oder einfach nur ein vorbildlicher Mensch, ein guter Mensch, einer der wegen seiner revolutionären Lehren als ein für die damals Herrschenden unbequemer Mensch konsequenterweise aus dem Weg geräumt wurde. Doch diese Sichtweise greift viel zu kurz, sie geht weit an der Wahrheit vorbei. Die Wahrheit ist: Jesus musste nicht wegen seiner scheinbar provokanten Aussagen sterben, sondern wegen Gottes Willen (lies hierzu Johannes 12,23ff!).

Der grösste und bedeutungsschwerste Satz der Weltgeschichte

Als Jesus Christus unter unsäglichen Schmerzen im Todeskampf am Kreuz von Golgatha sterbend ausrief "Es ist vollbracht" (siehe Johannes 19,30), war das der grösste und bedeutungsschwerste Satz der Weltgeschichte.

Was haben diese drei Worte mit der Weltgeschichte tun? Hatte Jesus damit etwa gemeint, dass nun seine Qual ein Ende hatte? Nein, das hat er sicherlich nicht gemeint, wie aus der folgenden Betrachtung hervorgeht.

Es ist vollbracht. Das Wort "vollbracht" (griech. teleo) hat im griechischen Grundtext die Bedeutung "eine Schuld begleichen", "bezahlen" (siehe Anhang). Was, oder für was, hat Jesus denn bezahlt? Hatte er etwa Schulden? Nein, er selbst keinesfalls – aber wir, die Menschen!

In diesem Moment, als Jesus diesen Satz ausgesprochen hatte, ist etwas Unfassbares geschehen:
er, der Sohn Gottes, hat durch sein Blut am Kreuz für die Sündenschuld aller Menschen aller Zeiten der Weltgeschichte bezahlt. Die offene Rechnung ist beglichen. Was kein Mensch jemals hätte tun können, ist ihm gelungen, da er nicht die eigene, sondern die Schuld der Menschen vor Gott beglichen hat. Siehe, meinem Knecht wird's gelingen, er wird erhöht und sehr hoch erhaben sein. (Jesaja 52,13). Das hat der Prophet Jesaja bereits Jahrhunderte zuvor über den kommenden Heiland, den Knecht (hebr. auch "Sohn") Gottes aufgeschrieben. Denn Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn. Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf. Er ist aus Angst und Gericht hinweggenommen. Wer aber kann sein Geschick ermessen? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er für die Missetat meines Volks geplagt war. Und man gab ihm sein Grab bei Gottlosen und bei Übeltätern, als er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat und kein Betrug in seinem Munde gewesen ist. So wollte ihn der HERR zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, wird er Nachkommen haben und in die Länge leben, und des HERRN Plan wird durch seine Hand gelingen. Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er trägt ihre Sünden. Darum will ich ihm die Vielen zur Beute geben, und er soll die Starken zum Raube haben, dafür daß er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleichgerechnet ist und er die Sünde der Vielen getragen hat und für die Übeltäter gebeten. (Jesaja 53,4-12, Hervorhebungen von mir)

Es ist bezahlt. Jesus Christus hat unsere Schuld bei Gott vollkommen bezahlt. Gott fordert keine weitere Bezahlung mehr. In dem am Kreuz gestobenen Jesus Christus trifft Gottes Gerechtigkeit und Liebe, uns Menschen zu Gute, aufeinander. Sein Opfertod am Kreuz bringt uns Leben. Wer dieses unermesslich grosse Geschenk aus der Hand des Heilands Jesus Christus angenommen hat, kommt nicht in den ewigen Schuldturm, die gottferne Finsternis, sondern in die ewige Herrlichkeit im Reich Gottes.

Denn der Sünde Sold ist der Tod;
die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn. (Römer 6,23)

Selbstverständlich kann man die stellvertretende Bezahlung persönlicher Schuld(en) ausschlagen oder einfach nur ignorieren. Da kann Stolz ein grosses Hindernis darstellen. So sagte nach den Nürnberger Prozessen ein hoher Funktionär des Nazi-Regimes auf dem Weg zu seiner Hinrichtung zu einem, der ihm das Gnadenangebot Gottes überbracht hatte, er könne für seine Schuld selbst geradestehen. Doch wenn man sich im klaren darüber ist, dass man selbst gar nicht in der Lage ist, zu bezahlen, dann ist es geradezu irrsinnig, ein solches Angebot nicht anzunehmen.

Gott hat alles für Dich getan – nun liegt es an Dir!

Wenn Du in Deinem Herzen erkannt hast, dass Du mit Deiner Sündenschuld nicht vor Gott bestehen kannst, komm jetzt sofort im Gebet zum Herrn und Heiland, dem Sohn Gottes Jesus Christus und bekenne ihm Deine Schuld und nimm sein Gnadengeschenk für Dich persönlich an. Er hat das Recht und die Macht, Dir alle Schuld zu vergeben, denn er hat mit seinem Blut dafür bezahlt. Das am Kreuz von Golgatha vergossene Blut Jesu ist die einzige Währung, die Gott für die Bezahlung Deiner Sündenschuld annimmt. Dann gilt auch Dir, was Jesus zu dem reuigen Sünder neben sich am Kreuz gesagt hat "Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein." (Lukas 23,43).

 

Versäume die Gnade nicht! Warte nicht solange, bis es dafür zu spät ist.

K. Ted Reischle

 

 


Anhang:

Betrachtung der Bedeutung des Wortes "vollbracht" (teleo) im griechischen Grundtext (aus Strong's Greek Dictionary)

G5055

τελέω (teleō) [tel-eh'-o]

From G5056; to {end} that {is} complete6
{execute}conclude6
discharge (a debt): - {accomplish} make an {end} {expire} fill {up} {finish} go {over} {pay} perform.

G5056

τέλος (telos) [tel'-os]

From a primary word τέλλω tellō (to set out for a definite point or goal); properly the point aimed at as a {limit} that {is} (by implication) the conclusion of an act or state (termination {[literally} figuratively or {indefinitely]} result {[immediate} ultimate or {prophetic]} purpose); specifically an impost or levy (as paid): - + {continual} {custom} end ({-ing}) {finally} uttermost. Compare G5411.

G5411

φόρος (phoros) [for'-os]

From G5342; a load (as {borne}) that {is} (figuratively) a tax (properly an individual assessment on persons or property; whereas G5056 is usually a general toll on goods or travel): - tribute.

G5342

φέρω (pherō̄) [fer'-o]

A primary verb (for which other and apparently not cognate ones are used in certain tenses only; namely οἴω oiō̄̄ and ἐνέγκω enegkō̄ to bear or carry (in a very wide {application} literally and figuratively: - {be} {bear} bring ({forth}) {carry} {come} + let her {drive} be {driven} {endure} go {on} {lay} {lead} {move} {reach} {rushing} uphold.

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