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Ausser Gefecht gesetzt

Publiziert von Jesusruf
Autor: K. Ted Reischle

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Publizierung: 19.11.07
Letzte Revision: 19.11.07

BaerKiste-P4030140 (225x300)Als Kinder Gottes sind wir erklärtermassen Feinde der Welt, denn wir sind Feinde des Herrn dieser Welt, nämlich Satans, des Widersachers Gottes. Da hilft nur eines: ziehet an den Harnisch Gottes, daß ihr bestehen könnet gegen die listigen Anläufe des Teufels.


Als Kinder Gottes sind wir erklärtermassen Feinde der Welt, denn wir sind Feinde des Herrn dieser Welt, nämlich Satans, des Widersachers Gottes. Das hat Folgen. Die Welt lässt ihre Feinde nicht in Ruhe. In der Welt werden Feinde bekämpft bis auf's Blut, man sucht sie zu beseitigen, zu töten.

Oder wenigstens ausser Gefecht zu setzen. Dabei richtet man seine Aufmerksamkeit selbstverständlich ganz besonders auf die, die in vorderster Front, am aktivsten kämpfen.

Für einen Soldaten ist es ganz besonders wichtig, seine vollständige Ausrüstung mit sich zu führen und zu gebrauchen. Nicht im Schrank, sondern wie es im Soldatenjargon heisst "am Mann".

Ziehet an den Harnisch Gottes,
daß ihr bestehen könnet gegen die listigen Anläufe des Teufels.
(Epheser 6,11)

Ein Soldat sollte seinen Gegner unbedingt kennen, um sich auf ihn einstellen zu können. Doch unser Feind ist für unsere Augen unsichtbar. Doch Gott lässt uns über das Wesen unseres Feindes nicht im Unklaren:

Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen,
nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen,
mit den bösen Geistern unter dem Himmel.
(Epheser 6,12)

Es ist nicht der Wille Gottes, dass wir vom Feind überwunden, geschlagen werden. Er will, dass wir dem Bösen Widerstand entgegensetzen, uns nicht einfach ergeben, sondern im Kampf bestehen. Er will, dass wir Anteil am Sieg Jesu haben, und nach geschlagener Schlacht einen Siegeskranz davontragen.

Um deswillen ergreifet den Harnisch Gottes, auf daß ihr an dem bösen Tage Widerstand tun
und alles wohl ausrichten und das Feld behalten möget.
(Epheser 6,13)

Ein kluger Feldherr wird seine Soldaten zunächst in den rechten Gebrauch seiner Ausrüstung einweisen. Da wäre zunächst einmal die Grundausrüstung.

So stehet nun, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit (Epheser 6,14a)

Diese Grundausrüstung haben wir in dem Herrn Jesus Christus selbst. In Dem, der die Wahrheit ist. Sich dessen bewusst zu sein, sich dieses immer wieder bewusst zu machen, das ist es, was uns "stehen" lässt. Stehen auf dem festen Grund Jesus Christus. Er ist der Fels, auf den wir bauen können.

Weiter benötigen wir eine Schutzausrüstung

und angezogen mit dem Panzer der Gerechtigkeit (Epheser 6,14b)

Wenn Satan Dich angreift, bedrängt, bekämpft, ist es wichtig, dass Du diesen Panzer angelegt hast. Vertraue nicht auf eigene "Selbstgerechtigkeit" sondern auf die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt: Jesus Christus. Er ist Deine Gerechtigkeit. In Jesus zu sein, heisst, innerhalb des zuverlässigsten aller Panzer geborgen zu sein! Auch hier gilt: sei Dir dessen allezeit bewusst.

Um im Feindesland vorwärtszukommen muss ein Kämpfer beweglich sein. Er muss das passende Schuhwerk haben, um den Sieg, die Siegesbotschaft hinter die gegnerischen Linien zu tragen.

und an den Beinen gestiefelt, als fertig, zu treiben das Evangelium des Friedens. (Epheser 6,15)

Welchen Sinn hat der grösste Sieg, wenn er nicht verkündigt wird? Dies zu tun, ist der vornehmste Auftrag des Herrn Jesus an die Seinen: "gehet hin in alle Welt..." (siehe Matthäus 28,19)

Eine der seit alters her wichtigsten mobilen Verteidigungseinrichtungen ist der Schild. Durch geschickten Einsatz von Schildern im Kampfverband, der sogenannten "Schildkröte" (Testudo), bezwangen die Römer selbst übermächtige Feinde und errangen ihre grössten Siege! Wir haben einen überaus wirksamen Schild:

Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens,
mit welchem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösewichtes;
(Epheser 6,16)

Ein Schild hat in erster Linie die Funktion, sich hinter ihm zu verbergen. Verbirg Dich hinter dem Herrn Jesus, dann prallen die Pfeile Satans an Ihm ab. Diesen Schild zu ergreifen bedeutet nichts anderes, als im festen Vertrauen auf den Herrn Jesus aufzuschauen und sich auf Seine absolut verlässlichen Verheissungen zu berufen. Selbst die Pforten der Hölle werden Seine Gemeinde nicht überwinden!

Die womöglich wichtigste Schutzmassnahme jedoch ist, den empfindlichsten Teil Deines Leibes, nämlich den Kopf zu schützen.

und nehmet den Helm des Heils (Epheser 6,17a)

Auch dieser Helm ist der Herr selbst. Denn Jesus Christus ist Dein Heil. In keinem anderen ist das Heil (Apg. 4, 12). Du ergreifst diesen Helm, indem Du Dir Sein Heilswerk bewusst machst. Immer und immer wieder.

Um einen Kampf zu führen, benötigt man darüber hinaus eine wirksame Waffe. Gott hat uns eine solche Waffe gegeben. Die mächtigste Waffe die es überhaupt gibt, der nicht einmal Satan widerstehen kann:

...und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. (Epheser 6,17b)

Dem Wort Gottes, welches Kraft ("Dynamis") ist, kann keine Macht widerstehen, auch Satan nicht. Letztlich ist auch hier wieder Jesus Christus gemeint, das fleischgewordene Wort Gottes. Ergreife das Schwert, welches das Wort Gottes ist, indem Du Sein Wort liest, es im Herzen bewahrst, im Herzen bewegst, darüber nachsinnst und darauf vertraust. Und Dich allezeit auf Ihn besinnst. Denn der Herr Jesus spricht:

Aber der Tröster, der heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen,
der wird euch alles lehren und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe.
(Johannes 14, 26)

Schliesslich braucht jeder Kämpfer auch Hilfe von seinen Kampfgenossen. Da wo ein Soldat in Gefahr ist, ihm droht, das Feld zu verlieren, sollen ihm seine Kameraden zur Seite stehen. Das ist für uns Kinder Gottes die Fürbitte. Auch das ist gemäss biblischer Verheissungen eine äusserst wirksame Waffe.

Und betet stets in allem Anliegen mit Bitten und Flehen im Geist,
und wachet dazu mit allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen und für mich,
auf daß mir gegeben werde das Wort mit freudigem Auftun meines Mundes,
daß ich möge kundmachen das Geheimnis des Evangeliums, dessen Bote ich bin in der Kette,
auf daß ich darin freudig handeln möge und reden, wie sich’s gebührt.
(Epheser 6,18+20)

Da, wo ein Feind nicht direkt an den Gegner herankommen kann, um ihn zu töten, verlegt er sich auf eine andere, bewährte Strategie, um ihn "ausser Gefecht zu setzen".

Bereits in den beiden Weltkriegen, wie auch im Indochinakrieg der fünfziger und sechziger Jahre war es eine wichtige Strategie, den Mut der gegnerischen Kämpfer durch gezielte "Feindpropaganda" zu zerstören. Durch aus Flugzeugen abgeworfene "Flugblätter" bis hin zu Lautsprecherdurchsagen an der Frontlinie.
Die demoralisierende, wehrkraftzersetzende Botschaft war und ist stets dieselbe: "Gebt auf, ihr könnt nicht gewinnen. Ihr steht auf verlorenem Posten. Eure Sache ist falsch. Es lohnt nicht, weiter dafür zu kämpfen und zu sterben".

Diesen entsprechenden Einflüsterungen des Teufels in unserem Glaubenskampf ist wiederum nur das mächtige Wort Gottes entgegenzusetzen. Wir kämpfen nicht in unserer eigenen Stärke, sondern in der Stärke dessen, dem alle Macht im Himmel und auf Erden übergeben ist: Jesus Christus! So rufe ich Dir, lieber Bruder, liebe Schwester, zu:

Zuletzt, meine Brüder, seid stark in dem HERRN und in der Macht seiner Stärke.
(Epheser 6,10)

Jesus Christus selbst hat den Kampf gekämpft. Er hat den Sieg bereits errungen. Den Sieg über Sünde, Tod und Teufel. Das ist das Evangelium, die "Siegesbotschaft". Wir lesen darüber schon in den Psalmen:

Herr, mein Fels, meine Burg, mein Erretter, mein Gott, mein Hort, auf den ich traue,
mein Schild und Horn meines Heils und mein Schutz!
(Psalm 18, 3)

Dieses "trauen" ist es, was mit dem Anlegen der geistlichen Waffenrüstung gemeint ist. Vertrauen! Anvertrauen! Dieses allzeit geistesgegenwärtige Bewusstmachen der Tatsache "ist Gott mit mir, wer will gegen mich sein". Es ist eine Tatsache: Gott ist mit Dir! Der Herr Jesus ist bei Dir, alle Tage bis an der Welt Ende. Dessen sei Dir gewiss.

Und diese Botschaft gilt es für uns Kinder Gottes hinauszutragen, zu allen Menschen, an jeden Ort, wo wir auch sein mögen. Es ist ein Weltkrieg. Ein Krieg gegen den "Gott dieser Welt" (siehe 2. Korinther 4,4), dessen Ausgang aber bereits feststeht, denn der Herr Jesus Christus ist Sieger.

Meine dringende Bitte im Namen des Herrn Jesus Christus: lege die vollständige geistliche Waffenrüstung an. Höre nicht auf die verlogene Feindpropaganda. Lass Dich nicht verwirren. Lass Dich nicht entmutigen. Wirf Dein Vertrauen nicht weg, welches eine grosse Belohnung hat. Lass Dich nicht ausser Gefecht setzen! Sei auch Du ein Bote der Siegesbotschaft in der Kette, auf dass Du darin freudig handeln mögest und reden, wie es sich angesichts Seiner Herrlichkeit gebührt.

Maranatha! Herr Jesus, komm' bald. Der Herr Jesus kommt bald!

Aller Dank und alle Ehre gebührt unserem Vater im Himmel und Seinem Sohn, dem Herrn Jesus Christus, in Ewigkeit. Amen.

Die Gnade und der Friede Gottes und Seines Sohnes Jesus Christus sei mit Dir, alle Tage!

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