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Das Geheimnis wahrer Jüngerschaft

Publiziert von Jesusruf
Autor: Josef Kausemann

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Publizierung: 28.12.08
Letzte Revision: 28.12.08

Wenn der Herr Jesus mit seinen Jüngern über die Wichtigkeit der Nachfolge redete, gab er ihnen den Hinweis: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger“ (Johannes 8,31). Das heißt doch: Wenn sein Wort, die einzige Wahrheit, die uns zur Verfügung steht, unseren Weg erleuchtet, dann bleibt der Beweis der echten Jüngerschaft nicht aus. Doch mancher hat gut angefangen und ist dann schnell müde geworden. Wie kommt es, dass die Seele kapitulieren will und der Feind uns zuflüstert: „Es hat doch alles keinen Zweck, du schaffst es nicht! Deine Bekehrung war nicht echt, du hast dich getäuscht und nun gib auf!“ Auf die Stimme des Teufels zu hören, ist immer sehr verhängnisvoll...


Das Geheimnis wahrer Jüngerschaft

Wenn der Herr Jesus mit seinen Jüngern über die Wichtigkeit der Nachfolge redete, gab er ihnen den Hinweis: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger“ (Johannes 8,31). Das heißt doch: Wenn sein Wort, die einzige Wahrheit, die uns zur Verfügung steht, unseren Weg erleuchtet, dann bleibt der Beweis der echten Jüngerschaft nicht aus. Doch mancher hat gut angefangen und ist dann schnell müde geworden. Unlust zum Lesen des Wortes, Gebetslosigkeit und ständiges Liebäugeln mit der Sünde und der Welt ließen das Licht einer lebendigen und wahren Jüngerschaft bald erlöschen (lies 2. Timotheus 4,10).

Ein guter Anfang ist noch keine Garantie für ein siegreiches Ende. Vielleicht hast auch du schon manchen Neuanfang gemacht, und doch war nach einiger Zeit der gute Vorsatz schon wieder verflogen. Eine Bibelfreizeit, eine Bibeiwoche, Ferien unter Gottes Wort oder eine Evangelisation hatten dir neue geistliche Impulse gegeben und du hattest jedes Mal gesagt: „Jetzt mache ich ganze Sache in der Nachfolge Jesu! Jetzt ist Schluss mit aller Halbheit und Trägheit! Mein Leben soll jetzt auch den Stempel der Echtheit der Gotteskindschaft tragen! lch breche mit der Sünde, um meinen Dank für Golgatha zu bringen!“

Doch dann kam wieder der Alltag mit all seinen Versuchungen. Schnell hast du den Entschluss zur treuen Nachfolge wieder aufgegeben, denn die Ansprüche des Lebens und die Sucht nach den menschlichen, fleischlichen Dingen und Freuden wurden dir zu stark. Ach, wer kennt nicht das falsche, trügerische Herz in seinen Trieben und Begierden? (lies Galater 5, 16-17). Die Fußstapfen deines Herrn wurden verwischt und dein Leben verlief wieder nach deinem Gutdünken, nach deiner Lust und Laune (lies Philipper 2,21). Der Weg der Nachfolge schien dir zu schmal. Die Frage brach bei dir auf: „Warum ist Nachfolge Jesu mit solchen Anstrengungen verbunden? Warum ist alles so schwer und mühevoll?“

Wer kennt solche Reaktionen nicht aus seinem eigenen Leben? Wie kommt es, dass die Seele kapitulieren will und der Feind uns zuflüstert: „Es hat doch alles keinen Zweck, du schaffst es nicht! Deine Bekehrung war nicht echt, du hast dich getäuscht und nun gib auf!“ Auf die Stimme des Teufels zu hören, ist immer sehr verhängnisvoll. Satan hat ja nur unser Verderben im Auge. Er weiß genau, dass er uns nicht mehr aus der Hand Jesu rauben kann, aber er kann unsere Gemeinschaft mit dem Herrn stören und unsere Nachfolge blockieren. Doch das soll ihm auf keinen Fall gelingen (lies 1. Petrus 5, 8-9).

Die Bibel bietet uns Hilfe an! Der Herr Jesus sagt: "Wenn ihr in meinem Wort bleibt ..." Sein Wort zeigt uns nämlich die Spuren Jesu. Seinen Fußstapfen folgen, seinem Geist Raum lassen, das ist der Weg der Kraft, der Liebe, der Freude und des Friedens (lies Johannes 15,9-11). Ein Bruder erzählte eine eindrucksvolle Begebenheit, um die Nachfolge zu illustrieren: Es war Winter und in jener Gegend lag der Schnee kniehoch. Ein Vater musste mit seinem Sohn sehr früh in die Stadt. Sie hatten einen langen Fußweg zurückzulegen. Nur langsam und mühsam kamen die beiden vorwärts. Der Vater wandte sich zu seinem Sohn mit den Worten: „Junge, tritt doch in meine Fußspuren, dann geht es viel leichter für dich!“ Mit der Taschenlampe suchte nun der Junge die Fußspuren des Vaters und trat Schritt für Schritt in sie hinein. Ja, in seinen Fußstapfen ließ es sich leicht nachfolgen. So ist es auch mit der Nachfolge Jesu.

Das ist das Geheimnis der wahren Jüngerschaft! Tritt in Jesu Fußspuren, gehe hinter ihm her, lauf nicht vor, aber bleib auch nicht zurück! Die „Fußspuren“ Jesu sind in der Bibel klar aufgezeichnet (lies 1. Johannes 2,6; 2. Timotheus 3, 16-17). Finden wir sie, dann wird die Nachfolge zu einem freudigen Ereignis. Natürlich musst du mit dem Weg Jesu vertraut sein. Fang also an, die Bibel wieder ganz neu zu lesen, indem du darin nach seinen Fußspuren Ausschau hältst. Du wirst erkennen: Er hat mir den Weg gebahnt; ich brauche nur ganz nah bei ihm zu bleiben und ihm gehorsam nachzufolgen. Das ist wahre, lebendige Jüngerschaft! Nun brauchst du dich nicht mehr mit deiner eigenen kleinen Kraft abzumühen, sondern du lässt den Herrn vorangehen und siehst zu, wie er deine Schwierigkeiten bewältigt. Wir allein schaffen das nie! Doch er, der am Kreuz auf Golgatha das Werk der Erlösung für uns vollbrachte, will nun sein Werk in uns tun (lies Galater 2,20; 2. Korinther 12,9).

Seine Kraft und sein Sieg führen uns zum Ziel! Er schenkt uns den Sieg! Denke daran, wenn du mutlos geworden bist: Alles ist das Werk unseres Herrn! Durch seinen Tod am Kreuz und seine siegreiche Auferstehung vollbrachte er es für uns. Jetzt wirkt er dasselbe in uns, und in echter gelebter Jüngerschaft wirkt er sein Werk durch uns (lies Römer 8,11; 1. Korinther 15,57-58). Ein Dichter sagt es so schön mit den Worten:

Ich gehe mit Jesus und folg‘ Seinem Schritt.
Nicht sorgend um Morgen, denn Er geht ja mit.
So bin ich geborgen bei ihm, Tag für Tag.
Schau vorwärts auf Jesus und folge ihm nach.

Darum fasse Mut, liebes Kind Gottes! Bringe deine Beziehung zum Herrn Jesus in Ordnung und beuge dich unter all dein Versagen. Nimm die Bibel, suche die Spuren Jesu, bete, dass du ihn im Auge behältst und bleibe mit ihm auf Tuchfühlung. Du wirst sehen, dann wird ein Tag noch schöner als der andere!

Josef Kausemann

Missionswerk Werner Heukelbach 51 700 Bergneustadt, WACHSEN 0412

Scan, OCR, Layout: K. Ted Reischle

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