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Wie tot ist die Kirche - Nachruf Dorothee Sölle

Publiziert von Jesusruf
Autor: Norbert Lieth

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Publizierung: 28.11.07
Letzte Revision: 28.11.07

DorotheeSoelleAn der Stellungnahme der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zum Tod der umstrittenen linksgerichteten Religionspädagogin Dorothee Sölle wird deutlich, wie tot die Kirche ist.


An der Stellungnahme der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zum Tod der umstrittenen

linksgerichteten Religionspädagogin Dorothee Sölle wird deutlich, wie tot die Kirche ist.

Dorothee Sölle ist im Alter von 73 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben.

Die Zeitschrift Idea Spektrum nannte sie eine «Ikone des linken Christentums». Sölle war überzeugte Feministin, vertrat vehement die «Gott ist tot»-Theologie und plädierte öffentlich für einen atheistischen Glauben an Gott. Das Opfer Jesu am Kreuz zur Vergebung der Sünden wurde von ihr verachtet, die Auferstehung Jesu verleugnete sie und die Lehre Jesu betitelte Sölle als totalitär, sadomasochistisch und patriarchalisch. Es ist kaum zu erahnen, welch negativen und antichristlichen Einfluss sie auf junge Studenten ausgeübt hat und wie viele sich von ihren «mitreissenden» Reden und Schriften gefangen nehmen liessen.

Anstatt jedoch die Verantwortlichen der EKD diesen Geist der Verführung in die Schranken gewiesen hätten, sympathisierten sie damit. Sölles scharfer Kritik am biblischen Glauben gab man ein Podium auf Kirchentagen und bei Vorlesungen; man veröffentlichte ihre vergiftenden Artikel in Kirchenzeitschriften ebenso wie in dem Feministenblatt Emma. Als Sölle während einer Tagung in der Evangelischen Akademie Bad Boll plötzlich verstarb, schrieb der EKDRatsvorsitzende Manfred Kock über ihren Tod: «... Ich bin mit grossem Dank erfüllt über das, was sie (Sölle) für das Denken und den Weg unserer Kirche bedeutet hat. ... Was die Kirche dem Denken Dorothee Sölles verdankt, ist längst nicht mehr eine Randposition›. Es ist eine deutliche Linie unserer Kirche geworden, die sie vor der Konventikel-Haftigkeit bewahrt.»1 Hier bekennt also der Repräsentant der Evangelischen Kirche Deutschlands, dass das Denken Dorothee Sölles eine «deutliche Linie der Kirche geworden ist» und spricht ihr dafür noch «grosse Dankbarkeit» aus. Somit hat inzwischen das Denken einer Bibelkritikerin in der Kirche mehr Einfluss genommen als der Geist Jesu Christi. Man ist - um es mit anderen Worten zu sagen von höchster kirchlicher Stelle dankbar dafür, das Sölle dazu beigetragen hat, die Kirche vom wahren Weg, der Jesus heisst, auf einen falschen Weg zu bringen. Bekennt man sich damit wie Sölle dazu, das Opfer Jesu zu verachten, die Auferstehung Jesu zu leugnen und die Lehre Jesu als sadomasochistisch zu verurteilen?

Wenn das der Fall ist, dann ist in der EKD jede Gottesfurcht gestorben. Diejenigen aber, die in ihr noch leben, sollten schleunigst aus einer toten Kirche fliehen, um nicht mit ihr zu sterben. In 2. Korinther 6,14-17 heisst es:

«Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus überein mit Beliar? Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen? Was hat der Tempel Gottes gemein mit den Götzen? Wir aber sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht (3.Mo 26,11-12; Hes 37,27):

‹Ich will unter ihnen wohnen und wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.› Darum ‹geht aus von ihnen und sondert euch ab›, spricht der Herr; ‹und rührt nichts Unreines an, so will ich euch annehmen.›»

Für uns persönlich ist dieser radikale Abwärtstrend einer christlichen Kirche eine ernste Warnung, denn dadurch wird deutlich, zu welch verheerenden und alles erstickenden Auswüchsen kleinste Keime anfänglicher Bibelkritik führen können. Die EKD hat ihr lebendiges Zeugnis für Christus verloren und ist ein Zeugnis dafür geworden, wie man geistlich stirbt. Wer auch nur die geringsten Kompromisse mit dem Wort Gottes eingeht, befindet sich immer auf dem Weg des Todes. So hat die Schlange Adam und Eva verführt, das Wort Gottes in Frage gestellt und den Tod in die Welt gebracht. Darum wollen wir mit dem Psalmisten beten: «Schau her und erhöre mich, o Herr, mein Gott! Erleuchte meine Augen, dass ich nicht in den Todesschlaf versinke, dass mein Feind nicht sagen kann, er habe mich überwältigt, und meine Widersacher nicht frohlocken, weil ich wanke!» (Ps 13,4-5).

Dieser Abwärtstrend ist für uns aber auch eine Mahnung, wie weit unser christliches Abendland vorn wahren Christentum abgefallen ist. Dieser Abfall ist ein Endzeitzeichen ersten Ranges, denn dadurch wird dem Antichristen Tür und Tor geöffnet. Nicht ohne Grund werden wir gewarnt: «Lasst euch von niemandem verführen, in keinerlei Weise; denn zuvor muss der Abfall kommen und der Mensch der Bosheit offenbart werden, der Sohn des Verderbens. Er ist der Widersacher, der sich erhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heisst, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt und vorgibt, er sei Gott» (2. Thess 2,3-4).

Je mehr man dem wahren Christus die Tür weist, desto stärker zwängt sich die Lüge hinein. In Europa ist man dabei, sich vorn Christentum zu verabschieden. Man will ein offenes Europa, das allen Religionen gleichsam Platz bietet. Eine Auswirkung dieser Entwicklung zeigt sich darin, dass der Islam immer mehr Territorium erobert. In 2. Thessalonicher 2,9-12 lesen wir: «... dessen Auftreten nach der Wirkung Satans erfolgt, :unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder und aller Verführung der Ungerechtigkeit unter denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können. Darum sendet ihnen Gott kräftigen Irrtum, dass sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen an der Ungerechtigkeit gehabt haben.»

Wir wollen uns deshalb gegenseitig stärken und das neu erwecken, was sterben will, indem wir aufeinander Acht haben, uns ermahnen und ermutigen lassen, den Weg des Herrn Jesus zu gehen, auf Seinem Weg zu bleiben und für Ihn zu wirken, bis dass Er kommt. Der Herr selbst ruft uns zu: «Werde wach und stärke das übrige, was sterben will; denn ich habe deine Werke nicht vollendet erfunden vor meinem Gott» (Offb 3,2).

Alle Bibelkritiker werden gehen, Jesus Christus aber wird kommen, denn Er lebt!

Norbert Lieth

 

Quelle: 14.04.04 Mitternachtsruf
1 Konventikel: (lat.), (das), Zusammenschluss weniger Menschen zur religiösen Erbauung;
bes. im Pietismus. (Quelle: Bertelsmann Volkslexikon, 13. Auflage, April 1959)
Bearbeitung: Scan, OCR, Layoutanpassung durch K. Ted Reischle

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